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  • 16. Januar 2023

    Volle Auftragsbücher, enorme Investitionen, aber auch Sorgen um die globale Situation

    Wain, 16. Januar 2023. Die häwa GmbH steht zu Beginn des Jahres 2023 glänzend da. Volle Auftragsbücher, anstehende Investitionen in Millionenhöhe wie beispielsweise ein Neubau am Hauptsitz in Wain sowie die geplante weitere Aufstockung im Bereich Personal lassen das Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft schauen. Sorgen machen dem führenden Hersteller von Schaltschränken und Gehäuselösungen allerdings die globalen Entwicklungen, die unter anderem zu deutlich gestiegenen Kosten in den Bereichen Beschaffung und Energieversorgung geführt haben. Wir sprachen mit Geschäftsführer Arno Müller über die Aussichten für das Geschäftsjahr 2023.

    Frage: Herr Müller, die deutsche Wirtschaft bewegt sich aktuell zwischen Hoffen und Bangen. Weltweite Krisen, steigende Energiepreise und Lieferschwierigkeiten sind in aller Munde. Wie stellt sich die Situation bei häwa dar?

    Arno Müller: Zunächst sind wir mit dem eben zu Ende gegangen Geschäftsjahr 2022 sehr zufrieden. Unser vorausschauendes Handeln, das nicht auf kurzfristige Effekte, sondern auf langfristig solides Wachstum setzt, hat sich bezahlt gemacht. Diese Philosophie werden wir auch im neuen Jahr fortsetzen. Wir haben volle Auftragsbücher und werden auch 2023 unseren Personalbestand weiter aufstocken. Kostensteigerungen wurden bislang nur teilweise weitergegeben, unser Umgang damit ist transparent und fair allen Kunden und Lieferanten gegenüber. Ich gehe weiterhin von einer (zu) hohen Inflationsrate aus. Bereits 2022 waren beispielsweise die Blechpreise von massiven Kostensteigerungen betroffen, 2023 werden auch andere Zulieferer massiv die Kosten erhöhen. Das muss man klar benennen. An dieser Stelle möchte ich zudem ausdrücklich meinen Dank allen Mitarbeitern und Kunden aussprechen. Unsere Mitarbeiter sind unser größtes Kapital und unseren Kunden können wir für ihre Treue trotz teilweise schwieriger Liefersituation nur danken. Auch 2023 setzen wir auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

    Frage: Gibt es im Jahr 2023 besondere Highlights für die häwa GmbH?

    Arno Müller: Oh ja. Da ist an erster Stelle der Neubau an unserem Hauptsitz in Wain zu nennen. Hier investieren wir rund 15 Millionen Euro in ein neues Verwaltungsgebäude inklusive Kantine, eine neue Endmontage sowie eine brandneue Lackieranlage. Der Spatenstich ist für Ende März geplant – zweifellos ein echtes Highlight für häwa und für Wain.

    Frage: Ein Neubau hat heutzutage nicht allein „schön“ oder funktional zu sein, sondern muss auch klare Anforderungen erfüllen. Beispielsweise hinsichtlich Energieeffizienz. Wie ist die Planung bei häwa?

    Arno Müller: Das ist richtig. Gerade bei den aktuell massiv gestiegenen Energiepreisen kommt dem eine große Bedeutung zu – ganz zu schweigen vom großen Thema des Klimaschutzes. Einer Bedeutung, der wir absolut gerecht werden. Eine Photovoltaikanlage, Ladeplätze für Elektromobilität, aber auch effizientes Gebäudemanagement spielen hier eine wesentliche Rolle. Ebenso wird die neue Lackieranlage deutlich energieeffizienter sein als ihre Vorgängerin. Dies alles ist nicht einfach nur ein hübscher Effekt, sondern für Unternehmen inzwischen eine maßgebliche Kostenposition, die man im Auge haben muss. Nicht umsonst haben wir das genau im Blick, beispielweise mit einem jährlichen, rund 60 Seiten umfassenden Energieeffizienzbericht. Dieser zeigt uns ganz genau, wo wir noch Verbesserungsmöglichkeiten haben.

    Frage: Landauf, landab, hört man Klagen über fehlendes (Fach-)Personal. Wie begegnet häwa dieser Herausforderung?

    Arno Müller: Zunächst vorweg: Wir haben unseren Personalbestand 2022 um rund fünf Prozent erhöht. Auch im neuen Jahr sind weitere Einstellungen geplant. häwa ist dabei ein attraktiver Arbeitgeber. Nach Lohnsteigerungen 2022 werden wir auch 2023 die mit der IG Metall vereinbarten Tarifabschlüsse umsetzen. Wir haben eine Prämie zum Inflationsausgleich bezahlt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten beispielsweise auch Zuschüsse für das Mittagessen bei einem ortsansässigen Anbieter hier in Wain. Und künftig werden wir eine tolle, eigene Kantine haben.

    Frage: Und wie sieht es bei den Themen Nachwuchs und Recruiting aus? Was tut häwa in diesen Bereichen?

    Arno Müller: 2022 haben wir eine weitere Aufwertung der Ausbildung für die Konstruktionsmechaniker umgesetzt, einen neuen Ausbildungsleiter an Bord geholt sowie eine neue Maschine für die Azubiwerkstatt angeschafft. Eine Erhöhung der Azubivergütung wurde am 1. September realisiert. Und: Bei gutem Zeugnis mit einer Note ab 2,0 und besser im Schuljahresschlusszeugnis zahlen wir unserem Nachwuchs eine Prämie. Aber natürlich setzen wir auch in der Stammbelegschaft auf Weiterbildung. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter und investieren jedes Jahr großzügig in Schulungen. Es gibt einige Mitarbeiter, die bei uns nach der Ausbildung den Techniker machen oder sich kaufmännisch weiterbilden. Der Bedarf, sich Wissen anzueignen, um am Ball zu bleiben ist groß, wir investieren jährlich viel Geld in Schulungen. Deshalb haben wir unter anderem in eine Schulungsplattform investiert, die wir auf unsere Bedarfe anpassen werden und die unsere Mitarbeiter nutzen können.

    Frage: Wie sieht es produktseitig bei häwa aus? Gibt es etwas Neues in diesem Bereich?

    Arno Müller: Wir haben X-frame seit über zehn Jahren in unserem Portfolio, hier erfolgt, orientiert an den Bedürfnissen des Marktes, eine stete Weiterentwicklung des X-frame. So hat der Funktionsrahmen nun auch eine UL-Zulassung. Die Kunden schätzen im Rahmen ihrer Prozessoptimierung die Funktionalität und das Design der X-frame Lösungen. Die X-frame Lösung hat eine besondere Stabilität, die sie von Produkten aller anderer Hersteller klar unterscheidet. Dass X-frame inzwischen von Wettbewerbern kopiert wird, ist zwar einerseits eine Auszeichnung unserer Entwicklungsarbeit. Andererseits ist es natürlich ärgerlich, wenn andere unser Erfolgsmodell einfach nachbauen. Aber glauben Sie mir: Nichts ist so gut wie das Original! Und das ist eben X- frame aus dem Hause häwa.

    Frage: Was ist 2023 außerdem von häwa zu erwarten?

    Arno Müller: Auch im neuen Jahr werden wir unsere Effizienz weiter steigern. Es sind laufende Modernisierungen geplant sowie ein weiterer Ausbau unseres Maschinenparks. So wird beispielsweise eine vollautomatisierte Stanzmaschine angeschafft, ebenso zwei neue Biegemaschinen für die Fertigung in Wain. Und auch unsere Kunden – Bestandskunden wie neue Interessenten – erwartet 2023 so manches Highlight. Unsere in den vergangenen Jahren quer durch Europa höchst erfolgreiche Roadshow werden wir in neuem Gewand präsentieren. Ich verrate nur so viel: Die Kunden können sich bereits heute darauf freuen.

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    Printhäwa GmbH