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  • 19. August 2020

    Von Wain in die Welt

    häwa ist einer der führenden Hersteller von Schaltschränken, Gehäusen und Maschineneinhausungen inklusive Zusatzkomponenten. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, seine Tüftlermentalität auf individualisierte Lösungen anzuwenden.

    Wain. Wer die oberschwäbische Ortschaft Wain mit seinem hübschen Schloss und den vielen Wäldern außen herum besucht, kommt an häwa nicht vorbei. Die großen Produktions- und Lagerhallen im Industriegebiet sind unübersehbar und für viele Menschen in Wain befindet sich dort ihr Arbeitsplatz. „Wir legen großen Wert auf die Regionalität“, sagt Geschäftsführer Arno Müller, „viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit vielen Jahren in unserem Unternehmen tätig und haben dazu beigetragen, dass häwa heute so erfolgreich ist.“ Über 450 Personen umfasst das Team an drei süddeutschen Standorten, die jährlich rund 70.000 Großschränke produzieren. Allein am Hauptstandort Wain sind etwa 250 Frauen und Männer beschäftigt.
    Zu Beginn des Jahres blickte Arno Müller noch optimistisch in das Jahr. Mit Corona hat sich jedoch einiges anders entwickelt als erhofft. Zwar habe die Krise auch häwa getroffen, aber man habe die Zeit genutzt, um ein Konzept zur Vermarktung des innovativen und patentierten X-frame Maschinengestells zu entwickeln. So wird ab September ein Showtruck von Wain aus durch Deutschland, Österreich und die Schweiz reisen, um direkt bei den Kunden vor Ort das X-frame Maschinengestell zu präsentieren – einen der Bestseller des Unternehmens. „Unsere wichtigsten Messen wurden abgesagt oder finden nur in kleinerem Rahmen statt“, so Müller, „da galt es, eine neue Idee zu entwickeln.“
    Überhaupt sind Ideen das Kerngeschäft von häwa – entsprechend lautet das Firmenmotto „Ideen leben“. Kaum ein Produkt aus Wain kommt von der Stange, sondern wird individuell mit den Kunden geplant, dann konstruiert und produziert. In der Produktion setzt das Unternehmen dabei auf konsequenten Umweltschutz: Die Dächer der Firmengebäude in Wain sind mit Sonnenkollektoren bestückt und im Frühjahr hat ein Team von vier Auszubildenden nach weiteren Energiespar-Möglichkeiten geforscht. Das Ergebnis dieser „Energiescouts“ hat die Geschäftsleitung überzeugt und aktuell werden alle Neonröhren und Glühlampen gegen LED-Leuchten ausgetauscht.
    „Wain als Standort hat große Vorteile“, sagt Arno Müller, „weil hier seit jeher die schwäbischen Tugenden zum Tragen kommen, also Fleiß, Tüftler- und Erfindergeist.“ Genau das mache die Marke „Made in Germany“ für ihn so wertvoll. häwa-Kunden würden nicht nur die Zuverlässigkeit schätzen, sondern auch die hohe Qualität, die hier zwischen Ulm und dem Allgäu produziert wird. Wobei häwa in seiner über 100-jährigen Firmengeschichte immer auch über den Tellerrand geschaut hat: Heute hat das mittelständische Unternehmen Niederlassungen in vielen europäischen Ländern und sogar in den USA. Jede Woche verlässt mindestens ein komplett gefüllter Schiffs-Container mit Schaltschränken und Gehäusen aus Stahlblech, Edelstahl und Aluminium das beschauliche Dorf in Oberschwaben, um die Reise über den Atlantik anzutreten.
    Für die Zukunft sieht Arno Müller häwa gut gerüstet: „Der Bedarf an flexiblen und modularen Lösungen ist ungebremst. Auch wenn durch Corona die eine oder andere Branche nachlässt, wächst die Nachfrage dafür in anderen Bereichen.“ Denn Schaltschränke, Gehäuse und Maschineneinhausungen werden überall gebraucht. Sie sind quasi die Hülle für das Gehirn einer industriellen Anlage, also für sensible Computer, Mess- und Steuerungstechnik. Auf Wunsch ist diese Hülle klimatisiert, komplett ausgeleuchtet oder so konstruiert, dass Flüssigkeiten und Reinigungsmittel problemlos auflaufen können. Das X-frame Maschinengestell ist schon heute überall dort im Einsatz, wo Roboter und Laser agieren. „Eine Branche, die sicherlich in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird“, ist Arno Müller überzeugt. Ob er ein Mutmacher ist? „Ich bin jemand, der mutig voran geht. Und wenn ich damit andere begeistern und mitnehmen kann, dann bin ich sicher auch ein Mutmacher.“

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    Printhäwa GmbH